Er gehört zum Herbst wie buntes Laub, Kastanien und Nebelschwaden: Der Kürbis. Leuchtend bunt wie das Herbstlaub ist das Gemüse sowohl eine schöne Dekoration, die Farbe in die kürzer werdenden Tage bringt, wie auch eine beliebte Zutat für allerlei leckere Gerichte.
Der Kürbisanbau nahm seinen Ursprung in Südamerika. Dort wurde das Gewächs bereits 10.000 vor Christus gezüchtet – damit ist der Kürbis eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ursprünglich begehrt waren seine Samen, die Kürbiskerne, die auch heute noch als Zutat für Brot, Müsli und als Knabberei beliebt sind; das Fruchtfleisch der ursprünglichen Sorten war bitter und daher nicht sehr genießbar. Nach und nach gelang es aber, aus diesen bitteren Pflanzen milder schmeckende Formen zu züchten.
Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus gelangte der Kürbis auch nach Europa. Die wärmeren Mittelmeerländer und Südosteuropa, aber auch Österreich gehören heute zu den größten Kürbisanbaugebieten in der Europäischen Union.
Bekannt sind mehr als 850 Arten. Unterschieden werden sie nach ihrer Erntezeit in Sommer- und Winterkürbisse. Letztere sind auch als Riesenkürbisse bekannt; sie können mehr als 50 Kilo auf die Waage bringen und sind besonders in den USA beliebt. Aus den Riesenkürbissen bastelt man auch die bekannten Halloween-Laternen.
Die in Deutschland bekannteste Art der Riesenkürbisse ist der Hokkaido, ein orange-farbener Kürbis, dessen Geschmack an Kastanien erinnert. Der Hokkaido ist in der Küche vielfältig einsetzbar, besonders lecker schmeckt er z.B. gefüllt mit Äpfeln und Zwiebeln.
Die Schale der Winterkürbisse kann man nicht mitessen. Anders sieht es bei den Moschuskürbissen aus. Ihren Namen verdanken sie ihrem Moschusartigen Geruch. Im Gegensatz zu den meist orangefarbenen Riesenkürbissen sind ihre kleinere Verwandten grünlich oder grün-braun gefärbt. Ein Moschuskürbis, der sich besonders gut für leckere Kürbissuppen eignet, ist der Butternut. Sein cremiges Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen leicht.
Sommerkürbisse werden meist unreif geerntet. Dann ist auch ihre Schale zum Verzehr geeignet. Zu den Sommerkürbissen gehören unter anderem die grünen, länglichen Zucchini, die nicht nur in der italienischen Küche viele Rezepte verfeinern.