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Tipps für Hobbyköche -
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Dominosteine gehören zu den Weihnachtssüßigkeiten schlechthin. Süß und schokoladig begeistern sie in der Adventszeit kleine und große Genießer. Typisch für die Leckerei sind die drei Schichten: Der Boden besteht aus würzigem Lebkuchen, darüber liegt eine Schicht aus fruchtigem Aprikosen- oder Kirschgelee, den Abschluss bildet süßes Marzipan. Überzogen sind die Süßigkeiten mit Schokolade, entweder Zartbitter, Milchschokolade oder weißer Schokolade. Erfunden wurden die beliebten Süßigkeiten 1936 vom Dresdener Chocolatier Herbert Wendler.

Dominosteine gibt es zwar zuhauf in sämtlichen Supermärkten zu kaufen, selbst hergestellt schmecken sie aber noch einmal um Längen besser. Statt der typischen Weihnachtsplätzchen können dieses Jahr also einmal selbst gemachte Dominosteine zur Kaffeetafel gereicht werden.

Die Zutaten:

  • 125 g Butter
  •  100 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 50 g Speisestärke
  • 150 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • Aroma (Orangenschalenaroma) oder geriebene Orangenschalen
  • 30 g geriebene Mandeln

Für den Belag:

  • 200 g Marmelade (Johannisbeer oder Kirsch)
  • 200 g Marzipan-Rohmasse
  • 100 g Puderzucker
  • Etwas Rum (oder Rumaroma)
  • 350 g Kuchenglasur, je nach Geschmack dunkle oder helle Schokolade

Zunächst wird der Lebkuchenboden hergestellt. Dazu Vanillezucker, Zucker und Butter schaumig rühren. Stärke, Mehl und Backpulver durchsieben und mit dem Butter-Zucker-Schaum mischen. Alles gut durchkneten. Die geriebenen Mandeln und das Orangenschalenaroma hinzufügen.  Den Teig auf einem Backblech ausrollen und bei 200 Grad etwa 10 bis 12 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Marmelade erwärmen und glatt rühren. Die Marzipanmasse mit Rum und Puderzucker verkneten. Den Teig aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und die Marmelade darauf verstreichen. Die Marzipanmasse ausrollen und auf die Marmeladenschicht legen. Die Küchlein in etwa 30 Würfel schneiden, die Kuchenglasur schmelzen lassen und die Dominosteine damit bestreichen. Da der Teig zunächst etwas härter wird, die Dominosteine in einer Box zwei bis drei Tage liegen lassen. Dadurch wird der Teig weicher.


Recipe: Festmahl zu Weihnachten

Author: Simone G.
17. Dezember 2010

Gans, Pute oder Karpfen – was kommt an Weihnachten auf den Tisch? Welchen Festtagsbraten man an den Feiertagen serviert, ist regional unterschiedlich. Viele Traditionen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt, werden von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben und teils auch variiert.

In vielen Familien besteht das klassische Abendessen am Heiligabend aus Würstchen und Kartoffelsalat. Das hat vor allem praktische Gründe: Der Salat kann vorbereitet werden, Bratwürstchen und Wiener sind schnell erwärmt. Es bleibt am Heiligen Abend also genug Zeit, sich um die Familie, den Weihnachtsbaum und die Bescherung zu kümmern, ohne einen großen Aufwand in der Küche zu betreiben.

Den Festbraten gibt es dann meist am 1. Weihnachtsfeiertag. Die Adventszeit war früher eine Zeit des Fastens – deren Ende feierte man zünftig mit fetten, schmackhaften Braten. Im Mittelalter war dies vor allem Schweinebraten. Vermutlich aus England stammt der Brauch, das Schwein durch die Weihnachtsgans zu ersetzen. Heute ist die Weihnachtsgans in vielen Gegenden das traditionelle Gericht zu Weihnachten überhaupt. Ursprünglich wurde sie an St. Martin serviert, zum Beginn der katholischen Fastenzeit. Nun genießt man zum Ende des Fastens hin ebenfalls Gans, gefüllt mit Äpfeln und Dörpflaumen, mit Klößen und Rotkohl als Beilage.

Der Weihnachtskarpfen ist ein Gericht für den Heiligen Abend. Der 24. Dezember markierte den Höhepunkt des christlichen Fastens – ein spezieller Fastenschmaus sollte dem gerecht werden. Fleischverzehr ist während der Fastenzeit verboten, also fiel die Wahl auf den Karpfen.  Im südlichen Deutschland kommt der Karpfen oft paniert und gebraten auf den Tisch, im Norden gerne gekocht als Karpfen blau.

Ausgehend von England, den USA und Australien feierte der Truthahn seine Einführung als festliches Weihnachtsmahl. Knusprig im Ofen gebacken, ist er eine etwas fettärmere, aber genauso leckere Alternative zur Weihnachtsgans und wird gerne wie diese mit Klößen oder Kartoffeln und Rotkraut serviert.

Ob Würstchen und Kartoffelsalat, Gans, Pute oder Karpfen – die traditionellen Weihnachtsgerichte erinnern uns angenehm an unsere Kindheit. Wenn sie das Haus mit den vertrauten leckeren Gerüchen durchziehen, sitzt hoffentlich die ganze Familie zusammen am Tisch und freut sich über die gemeinsam verbrachte Zeit.


Recipe: Christstollen

Author: Simone G.
9. Dezember 2010

Süßer Hefeteig, mit saftigen Rosinen und dick mit Puderzucker bestäubt – der Christstollen kommt als typische Weihnachtsleckere in vielen Haushalten auf den Tisch. Und das schon seit einer sehr langen Zeit: Der Christstollen ist das älteste Weihnachtsgebäck Deutschlands. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1329 aus Naunburg, wo der Christstollen als Geschenk für den Bischof gebacken wurde.

Traditionell wurde der Christstollen während des katholischen Adventsfastens verzehrt. Damals war an die heute bekannte, reichhaltige Süßspeise noch nicht zu denken. Der Stollen bestand aus Hefe, Wasser und Mehl. Butter und Milch durfte man während der Fastenzeit nämlich nicht zu sich nehmen.

Das änderte sich im 15. Jahrhundert, als Papst Innozenz die Verwendung von Butter für den Christstollen erlaubte. Heute ist Butter eine der wichtigsten Zutaten für das Gebäck; in der Regel kommen 3 Teile Butter auf 10 Teile Mehl, dazu noch 6 Teile Trockenfrüchte – damit ist der Christstollen nicht unbedingt diätgeeignet, aber äußerst schmackhaft.

Als Variationen werden dem Stollen noch Mandeln, Marzipan, Persipan oder Nüsse hinzugefügt. Orangeat und Zitronat sind ebenfalls typische Zutaten; im Handel finden Sie aber auch Stollen ohne diese Zugaben. Für den kleinen Hunger auf die weihnachtliche Süßigkeit gibt es mittlerweile auch Stollenkonfekt zu kaufen, Minichriststollen, die nicht weniger lecker sind als die große Variante.

Bei allen Änderungen am Rezept hat der Christstollen die traditionelle Form bis heute behalten; sie soll an das gewickelte Christuskind erinnern.


Recipe: Lebkuchen

Author: Simone G.
25. November 2010

Lebkuchen gehören zur Advents- und Weihnachtszeit wie der Adventskranz, Weihnachtslieder und Weihnachtsbaum. Die kleinen, flachen Kuchen, auch Honig- oder Pfefferkuchen genannt, gibt es zwar das ganze Jahr über, besonders als Lebkuchenherz auf de Jahrmarkt. Aber in der Vorweihnachtszeit schmecken Lebkuchen am besten.

Wie seine Namen schon sagen, wird der Lebkuchen mit Honig gesüßt. Pfeffer enthält er aber nicht – dafür viele orientalische Gewürze wie Nelken, Zimt und Kardamom, die dem Lebkuchen seinen typischen, weihnachtlichen Geschmack geben. Mandeln, Nüsse, Orangat und Zitronat verfeinern das Gebäck. Gerne wird der gebackene Lebkuchen mit Zuckerguss oder Schokolade überzogen.

Einen besonders feiner Lebkuchen, der mindestens 25% Nüsse oder Mandeln enthält und mit hochwertiger Kuvertüre überzogen ist, findet man im Handel als Elisenlebkuchen. Original Nürnberger Lebkuchen und Aachener Printen sind ebenfalls zu Weihnachten gerne gekaufte und verschenke Leckereien.

Lebkuchen selbst zu backen ist gar nicht schwer. Die typischen Gewürze gibt es fertig als Lebkuchengewürz zu kaufen; Hirschhornsalz, das bei Lebkuchen anstelle von Hefe als Treibmittel verwendet wird, findet man in der Apotheke. Ein schnelles Grundrezept, das durch die Zugabe verschiedener Zutaten immer wieder variiert werden kann, ist dieses – der Teig reicht für etwa 70 Lebkuchen:

  • 750g Zucker
  • 500g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • 250g Mehl
  • 5 Eier
  • 30g Zimt
  • 7g Hirschhornsalz
  • 500ml lauwarmes Wasser
  • 7 Butter-Hörnchen, altbacken und gerieben

nach Wunsch:

  • 100g Orangeat
  • 100g Zitronat
  • 400g Schokoladen-Kuchenglasur
  • 70 Oblaten

Lösen Sie das Hirschhornsalz im lauwarmen Wasser und rühren Sie nach und nach die einzelnen Zutaten unter. Setzen Sie den Teig auf Oblaten und backen die Lebkuchen ca 20 min. bei. 170 Grad.