Zu einem guten Dreigänge-Menü gehört oft eine schöne, klare Suppe als Vorspeise. Wie aber bekommt man die Brühe so klar hin, dass kein Schwebeteilchen den Genuss im wahrsten Sinne des Wortes trübt? Denn egal, ob es sich um Rinder-oder Gemüsebrühe handelt – für gewöhnlich setzen sich beim Kochen Trübstoffe ab, die aus einer klaren Suppe eine trübe Brühe werden lässt. Doch es gibt verschiedene Tricks, das Eiweiß abzufangen und die perfekte klare Brühe herzustellen.
Die einfachste Methode, um eine Suppe zu klären, ist das Abschöpfen des Schaums, der sich beim Kochen bildet. Dieser wird einfach mit einer Schaumkelle herausgenommen. Um eine ganz und gar klare Suppe herzustellen, die auch Gourmet-Ansprüchen genügt, reicht das Abschöpfen aber nicht aus. Da müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Hervorragend funktioniert das Klären mit Eiweiß. Dazu werden – je nach Menge der Suppe – ein bis zwei Eier aufgeschlagen und getrennt. Das Eiweiß wird in die Suppe gegeben und mit einem Schneebesen wird kräftig durchgerührt. Das Protein im Eiweiß bindet die Trübstoffe an sich und hinterlässt, sobald es entfernt wird, einen klaren, durchsichtigen Fond. Eine andere Möglichkeit, die bindende Wirkung von Eiweißen auszunutzen, besteht durch die Zugabe von Klärfleisch zur Suppe. Dazu verwendet man möglichst kaltes Fleisch vom Rind oder vom Wild. Wichtig ist, dass das Fleisch zudem sehr fettarm ist, um die Suppe nicht zusätzlich einzutrüben. Genau wie das Eiweiß vom Ei nimmt das im Fleisch enthaltene Protein die Trübstoffe auf. Das Fleisch setzt sich am Boden des Topfes ab und kann einfach herausgenommen werden. Für die perfekt durchsichtige Suppe gießt man die Brühe nach dem Kochen durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb ab.