Frühlingszeit ist Spargelzeit. Noch bis in den Juni hinein kann man sich das königliche Gemüse schmecken lassen – mit brauner Butter, klassisch mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln und Schinken oder als Spargelcremesuppe.
Ob man zu weißem, grünen oder violetten Spargel greift, ist dabei reine Geschmackssache. Grüner Spargel schmeckt etwas intensiver als der weiße Bleichspargel. Im Gegensatz zu seinem grünen Kollegen wächst der weiße Spargel unterirdisch, so bewahrt er seine vornehme Blässe. Strecken sich vorwitzige Spargelspitzen aus der Erde heraus, bekommen sie etwas Sonne ab und werden violett.
Grüner Spargel wächst komplett über der Erde. Durch die Sonneneinstrahlung bildet sich der Farbstoff Chlorophyll und das Gemüse wird grün.
Frischen Spargel erkennen Sie an den noch feuchten Enden. Spargelstangen mit trockenen oder sogar gespaltenen Enden haben bereits länger gelagert. Außerdem quietschen frische Spargelstangen, wenn man sie aneinander reibt. Bei weißem und violettem Spargel sollten die Köpfe fest geschlossen sein – bei grünem Spargel können sich diese durch die Sonneneinstrahlung leicht geöffnet haben.
Achten Sie beim Einkauf zudem auf die Handelsklassen:
- Weißer Spargel der Handelsklasse (HK) II hat einen Durchmesser von etwa 8 mm, die Stangen sind weniger gleichmäßig geformt, die Köpfe leicht geöffnet und die Enden können leicht holzig sein.
- Spargel der Handelsklasse I ist im Durchschnitt 10 mm dick, hat fest geschlossene Köpfe und gleichmäßigere Stangen.
- Die beste Qualität liefert Spargel der Handelsklasse Extra: Die Stangen sind etwa 12 mm dick und schön gleichmäßig, der Spargel darf nicht holzig sein.
Spargel ist ein empfindliches Gemüse, das sich nicht lange hält. Eingeschlagen in einem feuchten Tuch können Sie ihn aber zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern. Geschält kann Spargel auch eingefroren werden, sodass Sie das königliche Gemüse auch außerhalb der Saison genießen können.