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Die Werbung eines großen Lebensmittelherstellers weiß es: Es gibt Speisen, die erinnern uns ganz automatisch an unsere Kindheit. Ein cremiger Pudding gehört mit Sicherheit dazu. In der Umgangssprache versteht man in Deutschland unter einem Pudding eine leckere Süßspeise, für die Milch mit Stärke oder Gries und Eiern verrührt und aufgekocht wird. Auf den Tisch kommt der Pudding allerdings meist kalt – es sei denn, man kann es gar nicht abwarten und möchte die cremige Süßigkeit sofort genießen. In der Küchenfachsprache wird dieses Gericht meist als Flammeri bezeichnet – der Begriff Pudding bezeichnet hier Speisen, die in einem Wasserbad in einer speziellen Form gegart und anschließend gestürzt werden.

 

Vanille- und Schokoladenpudding sind die Varianten, die auch heute noch am beliebtesten sind. Im Handel findet man eine Vielzahl an Fertigpulvern, die nur noch mit Milch verrührt werden müssen. Wer es authentisch mag, macht seinen Pudding allerdings selbst, was auch gar nicht viel Arbeit ist. Für das Grundrezept benötigt man drei Esslöffel Speisestärke auf einen halben Liter Milch, dazu ein Eigelb und zwei Esslöffel Zucker. Vanillepudding wird mit zwei weiteren Esslöffeln Vanillezucker und echter Vanille gesüßt, Schokoladenpudding mit Kakao und je nach Geschmack noch ein bis zwei weiteren Löffeln Zucker. Ersetzt man die Speisestärke durch Gries, erhält man einen leckeren Griespudding. Außerdem kann der Pudding noch durch viele weitere Zutaten, etwa Karamell, Kaffeepulver oder Likören, verfeinert werden.

 

Die Milch wird aufgekocht, währenddessen die Speisestärke mit dem Eigelb und den restlichen Zutaten verrührt. Anschließend gibt man die Stärke zur Milch und lässt das ganze unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Der fertige Pudding wird dann in Schüsseln oder Gläser abgekühlt. Beim Erkalten entsteht etwas, das die Geister scheidet: die typische Pudding-Haut. Einige lieben sie, andere Genießer hassen sie. Es gibt verschiedene Varianten, der Puddinghaut vorzubeugen: Zum einen kann der Pudding während des Erkaltens immer wieder gut durchgerührt werden. Weniger anstrengend ist es, den warmen Pudding mit einer Klarsichtfolie abzudecken oder ihn mit einer dicken Schicht aus Zucker zu bestreuen. Alternativ kann man die Haut vor dem Servieren auch einfach abnehmen.


Recipe: Pudding oder Flammeri?

Author: Simone G.
31. März 2010

Er ist eine der beliebtesten Süßspeisen der Deutschen, nicht nur Kinder lieben ihn. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Geschmackrichtungen und Variationen – zubereitet mit Ei, Stärke, Grieß oder Reis, eine Form des Puddings mag fast jeder.

Ursprünglich bezeichnete der Pudding im deutschen Sprachraum einen Kloß aus Mehl, Eiern und Butter, der in ein Tuch gewickelt und in kochendem Wasser gegart wurde. Heute ist diese Art der Speise als Serviettenkloß bekannt; unter einem Pudding stellt man sich nun eher eine süße Dessertcreme vor.

Umgangssprachlich bezeichnet man die süße, cremige Speise auch als Flammeri. Traditionell bestehen zwischen Pudding und Flammeri allerdings ein paar Unterschiede:

  • Ein Pudding wird zumeist mit Ei und (Stärke)Mehl gebunden, den Geschmack geben Vanilleschoten oder Früchte. In einer fest verschlossenen Form wird er im Wasserbad gegart. In der Zubereitungsart ähnelt er also noch dem Serviettenknödel. Pudding hat eine cremige Konsistenz und man kann ihn kalt oder warm genießen.
  • Der Flammeri dagegen wird in der klassischen Zubereitungsart mit Grieß, Grütze oder Sago zubereitet, zum Abbinden verwendet man statt Eiern und Mehl Gelatine. Flammeris kann man mit Milch, Sahne oder Fruchtsäften herstellen, ihre Konsistenz unterscheidet sich je nach den verwendeten Zutaten. Eigelb verwendet man im Gegensatz zur Puddingzubereitung bei klassischen Flammeris nicht. Für gewöhnlich lässt man sich einen Flammeri kalt schmecken.

Diese Unterschiede sind heute allerdings verwischt, die Begriffe Flammeri und Pudding werden so gut wie synonym verwendet. Ob Sie also einen cremigen Pudding oder Flammeri als Nachtisch servieren: Hauptsache ist, es schmeckt.