Sie ist die klassischste aller Nudelsaucen, Kinder lieben sie genauso wie Erwachsene: die Bolognese. Durch Fertiggerichte, fertige Gewürzmischungen und eine falsche Vorstellung von der Zubereitung ist die Bolognese lange Zeit der Inbegriff von schnellem und einfach zuzubereitendem Essen gewesen. Dabei braucht eine gute, originalgetreue Bolognese vor allem eines: Zeit.
Die zweite wichtige Voraussetzung sind gute Zutaten. Es reicht keineswegs, Tomatensauce mit Hackfleisch, Zwiebeln und ein paar italienischen Kräutern zusammenzurühren. Die Zutaten sollten vielmehr möglichst frisch sein – für die Tomaten darf man allerdings auch auf gute, sonnengereifte italienische Tomaten aus der Dose zurückgreifen, da man eine ähnlich aromatische Qualität in Deutschland selten bekommt. Neben Tomaten und Zwiebeln gehören zudem noch anderen Gemüsesorten in die klassische Sauce aus dem norditalienischen Bologna: Man braucht Möhren und Staudensellerie und etwas Knoblauch für den Geschmack sollte nicht fehlen. Das Hack kommt vom Rind, wer es besonders fein mag, wählt Kalbshack.
Das sind nun die Zutaten für eine originalgetreue Bolognese:
- frisches Hackfleisch vom Rind
- Zwiebeln
- Möhren
- Stauden- oder Bleichsellerie, alles Gemüse fein gehackt
- fein gewürfelter Speck, der zusammen mit dem Gemüse in Butter oder gutem Olivenöl in der Pfanne ausgelassen wird.
- Anschließend kommt Rotwein hinzu
- ein wenig Wasser oder Rinderfond
- frische Tomaten oder italienische Dosentomaten, eventuell ein klein wenig Tomatenmark
- getrocknete Steinpilze
Zur Bindung darf Milch oder Sahne hinzugegeben werden. Gewürze dürfen natürlich nicht fehlen: Knoblauch gibt sein typisches Aroma ab, Lorbeer und Thymian sorgen für den typisch italienischen Geschmack, Salz und Pfeffer runden ab, etwas Petersilie, die zum Schluss hinzugegeben wird, bringt Frische ins Gericht. Oregano oder Basilikum haben dagegen in einer klassischen Bolognese nichts verloren.
Nun geht es ans Kochen. Und dafür braucht eine Bolognese lange. Die Sauce muss einkochen, scn sämig werden, die Aromen müssen sich verbinden – zwei Stunden sollte man der Bolognese dafür mindestens Zeit geben. Dabei wird die Sauce regelmäßig kontrolliert, bei Bedarf wird Flüssigkeit nachgefüllt, es wird gerührt und abgeschmeckt. Bolognese ist Slow Food, die Zubereitung entschleunigt, weckt die Vorfreude auf ein Essen mit der ganzen Familie, mit Pasta, frischem Brot und gutem Wein. Bolognese ist Genuss – schnell und aus der Tüte ist das nicht zu haben.