Ein Brötchen mit Quark und frischer Kresse – das schmeckt erfrischend, leicht scharf und macht am Morgen munter. Die Pflanze, di üblicherweise als Kresse bezeichnet wird, ist die Gartenkresse. Sie ist botanisch nicht verwandt mit der Brunnenkresse oder der Kapuzinerkresse mit ihren hübschen, gelben und roten Blüten – sie ist aber eines der beliebtesten Küchenkräuter. Eher unscheinbar kommen die kleinen Pflänzchen daher; doch in den kleinen Trieben steckt viel Geschmack. Die Blätter sind sehr schar und leicht bitter, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich. Das liegt an den reichlich enthaltenen Senfölen. Kresse peppt mit ihrer Schärfe Brotaufstriche und Salate und passt einfach hervorragend zu Gemüse wie Salatgurken und Tomaten.
Woher die Kresse ursprünglich stammt, ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass sie zuerst in West- oder Zentralasien kultiviert wurde und von dort aus auch in Europa an Beliebtheit gewann. Mittlerweile ist sie eine gern gesehene Ergänzung des Speiseplans, die nicht nur geschmackliche Abwechslung bietet, sondern auch eine Menge gesunde Inhaltsstoffe mit sich bringt: Kresse hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Folsäure.
Ausgewachsen erreicht die Gartenkresse eine Höhe von bis zu 50 cm. Gegessen werden allerdings die Keimlinge, also die noch jungen Triebe der Kressepflanze. Kresse ist leicht selbst zu ziehen, da die Pflanze kaum Ansprüche stellt. Um die Samen zum Auskeimen zu bringen, genügt es, eine Schale mit einem feuchten Küchentuch zu bedecken und die Kresse dort auszusähen. In der Regel dauert es nur eine bis zwei Wochen, bis die Pflänzchen eine verzehrfähige Größe erreicht haben. Besonders Kinder haben Spaß daran, mit Kresse ihre ersten Erfahrungen im Pflanzenanbau zu machen. Noch lustiger wird es, wenn man spezielle Kressetöpfe verwendet, die zum Beispiel als Kopf gestaltet sind, aus dem Kressehaare wachsen.
Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkresse