Koch Blog

Tipps für Hobbyköche -
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19. Januar 2012

Gesund und gleichzeitig günstig zu kochen, stellt viele Menschen vor eine große Herausforderung. Gerade im Winter erscheint das meiste Obst und Gemüse relativ teuer zu sein. Dennoch muss man auch in der kalten Jahreszeit auf Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nicht verzichten und kann dennoch den Geldbeutel schonen. Der Trick ist ganz einfach: Wer saisonale Produkte von regionalen Erzeugern kauft, schont den Geldbeutel, vermeidet gleichzeitig lange Transportwege – die auch bei den Produktkosten zuschlagen – schont so die Umwelt und stärkt gleichzeitig die regionalen Bauern. Gesund ist die regionale Winterküche ohnehin, da die Produkte frisch wie geerntet auf dem Teller landen. Nicht nur auf dem Wochenmarkt ist auch im Winter das Angebot an saisonalen und regionalen Produkten groß, auch die meisten Supermärkte und sogar Discounter verkaufen mittlerweile Obst und Gemüse aus der Region.

 

Die Obstauswahl ist im Januar und Februar zugegeben etwas mau. Vor allem Äpfel und Birnen aus dem Winterlager sind jetzt allerdings noch zu bekommen. Wer etwas mehr Abwechslung möchte, muss doch auf Importe zurückgreifen. Lecker und günstig sind alle Zitrusfrüchte, besonders Clementinen und Saftorangen.

 

Das heimische Wintergemüse setzt sich vor allem aus diversen Kohlsorten zusammen. Seit einigen Jahren bereichert auch der Chinakohl das regionale Angebot, da er ebenfalls in Deutschland gut gedeiht. Sein Aroma ist meist feiner als das der einheimischen Kohlsorten und er lässt sich hervorragend auch für die asiatische und exotische Küche, zum Beispiel mit Sojasauce oder in Curry-Gerichten, verwenden. Wer jetzt glaubt, dass er Kohl nicht mag, oder dass dieser nur für eine schwere Küche eingesetzt werden kann, sollte sich einfach mal an neue Rezepte wagen. Leicht gedünstet passen die meisten Kohlsorten hervorragend in einen schönen Salat oder in einen leichten Gemüseeintopf. Als Ergänzung kommt Wurzelgemüse, wie Karotten, Kartoffeln und Steckrüben, mit hinein, oder Pastinaken, eine schmackhafte Alternative zur Kartoffel. Frisch vom Feld gibt es in den Wintermonaten auch noch Feldsalat, auch als Rapunzel bezeichnet. Die gesunden, dunkelgrünen Blätter schmecken mit Nüssen und in einer leicht süßen Variante mit Äpfeln und Roter Bete einfach hervorragend.


22. Januar 2010

Heute ist in den Supermärkten das ganze Jahr über die volle Auswahl an Gemüse zu haben. Tomaten im Januar, Avocado bei eisigen Temperaturen – alles kein Problem, dank Gewächshäusern und internationalem Warenhandel. Das klassische Wintergemüse hat da an Bedeutung eingebüßt.

Kohlsorten zum Beispiel sind typische Wintergemüse. Die robusten Gewächse halten auch kalten Temperaturen stand und können oft den ganzen Winter über geerntet werden. Leider sind Kohlsorten aber auch die Stiefkinder der Küche; vor allem jungen Leuten gelten sie als zu gutbürgerlich und deftig. Dabei liefern sie viele wichtige Vitamine, die gerade in der dunklen Jahreszeit sehr wichtig sind, und sind vielseitiger als ihr Klischee.

Grünkohl
Grünkohl wird industriell schon im September geerntet, daher findet das klassische Grünkohlessen häufig im Herbst statt. Besser schmeckt diese Kohlsorte jedoch, wenn sie nach dem ersten Frost geerntet wird. Klassisch bereitet man ihn meist mit Speck und Kassler zu, aber auch kurz blanchiert als Salat schmeckt Grünkohl hervorragend. Grünkohl zeichnet sich durch seinen besonders hohen Gehalt an Vitamin C aus, außerdem enthält er doppelt so viel Calcium wie Milch und viel Eiweiß.

Rotkohl
Rotkohl oder Blaukraut ist besonders als Beilage zu Enten- und Gänsebraten beliebt und kommt in vielen Familien traditionell an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tisch. Besonders schmackhaft ist Rotkohl mit Äpfeln, er lässt sich aber auch karamellisieren, roh als Salat zubereiten oder mit Hacklfleisch und Kartoffeln in Aufläufen verarbeiten.

Weißkohl
Weißkohl ist vor allem als Sauerkraut bekannt. Gerne kommt er auch als Zutat in deftigen Kohlrouladen zum Einsatz. Kurz in wenig Wasser gegart und mit Sahne und Gewürzen wie Curry verfeinert oder als Zutat in Gratins zeigt sich Weißkohl auch durchaus raffiniert.

Rosenkohl
Rosenkohl kennen viele noch als Schrecken der Kindheit, wo man Omas Rosenkohl in Rahmsoße nicht wirklich gerne essen wollte. Tatsächlich passt diese sehr kleine und zarte Kohlsorte , mit Sahne oder Butter angereichert und gewürzt mit Muskat und Basilikum, hervorragend zu Fleisch und Wild. Sehr lecker ist Rosenkohl auch, wenn er mit Käse überbacken wird. Rosenkohl enthält neben Vitamin C und Eisen viel Folsäure und Kalium, ist daher ein besonders wertvolles Gemüse für Schwangere.


Recipe: Krautstrudel

Author: torstendlp
26. Februar 2009

Zutaten für 8 Portionen:
1 Packung TK-Strudelteig
800g Weißkohl
200g Zwiebeln
100g Speck
1 Knoblauchzehe
1 Becher Sahne
125ml Weißwein
etwas Butter
Salz
Pfeffer
Kümmel
Muskatnuss

Zubereitung:
Den Weißkohl in feine Streifen schneiden und mit den Gewürzen sowie der ausgedrückten Knoblauchzehe vermischen. Die Zwiebeln in Butter glasig dünsten, dann den gewürfelten Speck hinzugeben und kurz mitbraten, dann mit Weißwein ablöschen und das Kraut zugeben. Alles bei niedriger Temperatur etwa 15 Minuten dünsten. Anschließend die Sahne zugießen, die Krautmischung abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
Die Krautmasse vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Währenddessen den Strudelteig nach Packungsanweisung weiterverarbeiten. Auf ein bemehltes Tuch oder Backpapier legen und die Krautfüllung auf das untere Viertel des Teigs geben und etwas platt drücken, dann den Teig vorsichtig einrollen.
Den Krautstrudel im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 30min goldbraun backen.