Sind Sie noch auf der Suche nach einem schmackhaften Braten für die Weihnachtsfeiertage? Wie wäre es denn einmal mit einem klassischen Sauerbraten? Ein eigenes Sauerbratenrezept gibt es in fast allen Regionen in Deutschland: Ob schwäbischer Sauerbraten, sächsischer Sauerbraten, fränkischer, westfälischer oder rheinischer Sauerbraten, gemeinsam ist diesem Braten, dass das Fleisch einige Tage vor der Zubereitung in einer Beize eingelegt wird. Dadurch bekommt es seine klassische mürbe Konsistenz und den typischen, feinsäuerlichen Geschmack. Für einen Sauerbraten wird gerne Pferdefleisch verwendet; wer kein Pferd essen möchte oder für Gäste kochen möchte und eher den allgemeinen Geschmack treffen will, kann aber genauso gut Rindfleisch verwenden.
Der rheinische Sauerbraten wird zum Beispiel in einer Marinade aus Weißwein eingelegt. Wacholderbeeren geben den typischen Geschmack, Senf und Pfeffer sorgen für eine leicht scharfe Note. Für eine Portion für vier Personen benötigen Sie:
- 1 kg Rinderbraten
- 1 Liter Salzwasser
- 500 ml Weißwein
- 300 ml Weißweinessig
- 2 – 3 Zwiebeln
- 2 bis 3 Karotten
- 1 Lauchstange
- 1 EL schwarzer Pfeffer
- 1 EL Senfkörner
- 1 EL Wacholderbeeren
- 3 kl Lorbeerblätter
Den Rinderbraten waschen und trockentupfen. In eine ausreichend große Schüssel legen und mit dem Salzwasser, dem Weißwein und dem Weinessig übergießen. Zwiebeln, Karotten und Lauch schälen, in Würfel schneiden und zusammen mit den Gewürzen und den Lorbeerblättern zum Sud geben. Den Braten zugedeckt mindestens zwei Tage an einem kühlen Ort stehen lassen.
Anschließend das Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen.
Nun benötigen Sie:
- Salz und gemahlenen Pfeffer
- 1 EL rosenscharfe Paprika
- 2 EL Butterschmalz
- 500 ml Gemüsebrühe
- 4 EL Rübenkraut
- Jeweils 2 bis 4 Zweige Rosmarin, Thymian, Majoran
- Soßenbinder oder etwas Mehl zum binden
Den Braten mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika würzen. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Fleisch dort von beiden Seiten anbraten. Die Marinade über ein Sieb abgießen, einen halben Liter abmessen. Gemüse und Kräuter zum Fleisch geben und mitbraten lassen. Marinade mit Gemüsebrühe angießen, das Rübenkraut einrühren, alles zum Fleisch geben. Die Kräuterzweige dazugeben. Anschließend muss das Fleisch im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 90 bis 120 Minuten schmoren. Nach dem Garen das Fleisch aus der Soße nehmen, die Soße durch ein Sieb abgießen und erneut erwärmen, aber nicht mehr kochen lassen. Mit Mehl oder Soßenbinder abbinden. Das Fleisch in Scheiben in die Soße geben und servieren. Dazu passen Rotkohl und Kartoffeln oder Klöße.