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Archive for the 'Lebensmittel' Category

Ein Brötchen mit Quark und frischer Kresse – das schmeckt erfrischend, leicht scharf und macht am Morgen munter. Die Pflanze, di üblicherweise als Kresse bezeichnet wird, ist die Gartenkresse. Sie ist botanisch nicht verwandt mit der Brunnenkresse oder der Kapuzinerkresse mit ihren hübschen, gelben und roten Blüten – sie ist aber eines der beliebtesten Küchenkräuter. Eher unscheinbar kommen die kleinen Pflänzchen daher; doch in den kleinen Trieben steckt viel Geschmack. Die Blätter sind sehr schar und leicht bitter, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich. Das liegt an den reichlich enthaltenen Senfölen. Kresse peppt mit ihrer Schärfe Brotaufstriche und Salate und passt einfach hervorragend zu Gemüse wie Salatgurken und Tomaten.

Woher die Kresse ursprünglich stammt, ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass sie zuerst in West- oder Zentralasien kultiviert wurde und von dort aus auch in Europa an Beliebtheit gewann. Mittlerweile ist sie eine gern gesehene Ergänzung des Speiseplans, die nicht nur geschmackliche Abwechslung bietet, sondern auch eine Menge gesunde Inhaltsstoffe mit sich bringt: Kresse hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Folsäure.

Ausgewachsen erreicht die Gartenkresse eine Höhe von bis zu 50 cm. Gegessen werden allerdings die Keimlinge, also die noch jungen Triebe der Kressepflanze. Kresse ist leicht selbst zu ziehen, da die Pflanze kaum Ansprüche stellt. Um die Samen zum Auskeimen zu bringen, genügt es, eine Schale mit einem feuchten Küchentuch zu bedecken und die Kresse dort auszusähen. In der Regel dauert es nur eine bis zwei Wochen, bis die Pflänzchen eine verzehrfähige Größe erreicht haben. Besonders Kinder haben Spaß daran, mit Kresse ihre ersten Erfahrungen im Pflanzenanbau zu machen. Noch lustiger wird es, wenn man spezielle Kressetöpfe verwendet, die zum Beispiel als Kopf gestaltet sind, aus dem Kressehaare wachsen.

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkresse


Recipe: Hirse, eine gesunde Getreide-Alternative

Author: Simone G.
27. Mai 2011

Kohlehydrate sind wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie liefern viel Energie und halten den Körper so fit. In Deutschland deckt man den Kohlehydratbedarf meist über Getreide oder Kartoffeln. In den meisten Haushalten kommt dabei aber eher weniger Abwechslung auf den Tisch: Nudeln, Reis oder eben Erdäpfel, zum Frühstück eventuell noch Getreideflocken aus Hafer und Weizen, das war es meist schon. Dabei gibt es einige schmackhafte Alternativen, die den Speiseplan bereichern. Eine davon ist Hirse.

Hirse liefert von allen Getreidearten den höchsten Gehalt an Eiweiß und Eisen. Zudem enthält sie kein Gluten und eignet sich daher bestens für eine Diät bei Glutenunverträglichkeit. Im Handel bekommt man Hirse als kleine, runde Körner und als Flocken. Die Flocken kann man mit Milch zu einem Frühstücksbrei verkochen oder dem Müsli hinzugeben. Aus den Körnern lassen sich leckere Gerichte zubereiten, die perfekt in die leichte Sommerküche passen.

Exotisch und dabei ganz einfach zuzubereiten ist zum Beispiel ein Hirsepilaw, ein leckerer Eintopf aus dem Getreide mit Gemüse, Rosinen, Nüssen und Gewürzen.

Für 4 Personen braucht man:

  • 300gr Hirse
  • 2 EL Öl
  • 1 große, gehackte Zwiebel
  • 2 Möhren, gewürfelt
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß
  • 1 kleines Stück Zimtstange
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 50gr Rosinen
  • 50gr Mandelblättchen oder geröstete, zerstoßene Haselnüsse

Rösten Sie zuerst die Hirse in einem großen Topf an: Geben Sie sie in den Topf und rühren bei schwacher Hitze, bis einzelne Körner zu hüpfen beginnen und die Hirse duftet. Geben Sie die Hirse anschließend auf einen Teller, gießen das Öl in den Topf und schwitzen darin die Zwiebel an. Fügen Sie Möhren, Knoblauch, den geriebenen Ingwer und Zimt hinzu und garen das Ganze für 5 Minuten.

Geben Sie nun die Hirse in den Topf und gießen ¾ Liter Wasser hinzu. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Bringen Sie das Pilaw zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, reduzieren Sie die Hitze und lassen das Pilaw bei milder Hitze für 15-20 Minuten garen. Die Hirse sollte weich, aber noch bissfest sein.

Schmecken Sie das Pilaw anschließend mit Salz und Pfeffer ab und geben nach Geschmack Rosinen und Nüsse hinzu.


Recipe: Die Avocado

Author: Simone G.
16. Mai 2011

Obst und Gemüse wird in der modernen, leichten Küche nicht nur wegen des hohen Vitamingehalts geschätzt; es ist zudem sehr fettarm, man kann also reichlich davon essen sich damit fit und gesund halten. Eine kleine Ausnahme bildet da die Avocado: Die grünen, ovalen Früchte enthalten eine Menge an pflanzlichen Ölen. 100gr Avocado schlagen mit 23,5% Fett zu Buche – anders als tierische Fette sind diese pflanzlichen Öle aber essenziell für eine ausgewogene Ernährung. Die einfach und mehrfach ungehärteten Fettsäuren senken sogar den Cholesterinspiegel.

Die Avocado bietet aber noch mehr Inhaltsstoffe, die der Gesundheit zuträglich sind: Sie enthält mehr Vitamin E als die meisten anderen Obst- und Gemüsesorten, zudem Vitamin B6, das gut für das Immunsystem ist, und Biotin, was sich positiv auf Haut und Haare auswirkt. Außerdem enthält sie reichlich Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist. Avocados liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß, was sie vor allem in der vegetarischen Küche sehr beliebt macht. Mit etwa 220 Kalorien pro 100gr sind sie auch relativ kalorienarm.

Botanisch gehört die Avocado zu den Lorbeergewächsen. Der Avocadobaum erreicht eine stattliche Höhe zwischen 15 und 20 Meter und wächst im warmen Klima von Süd- und Mittelamerika. Die Avocado-Früchte werden dort unreif geerntet, damit sie noch genießbar hier im Handel ankommen.

Avocados schmecken vollreif am besten, dann sind sie butterzart und entfalten ihr volles Aroma. Unreif sind sie recht hart und leicht holzig. Sie reifen aber schnell nach. Kleiner Tipp: Unreife Avocados am besten mit Äpfeln zusammenlegen; diese enthalten das Enzym Ethen, was andere Früchte zum schnelleren Reifen anregt. Nur nicht zulange liegenlassen, sonst werden die Avocados überreif. Wenn die Schale auf Druck leicht nachgibt, hat die Avocado den richten Reifegrad.

Im Handel findet man zumeist zwei Sorten: Fuerte, eine kräftig mittelgrüne Avocado mit hellem Fruchtfleisch, und die etwas kleinere, dunklere Hass. Deren Schale ist etwas dicker und warziger als die der Fuerte und färbt sich bei Reife Dunkelviolett. Das Aroma der Hass ist intensiver.

Avocados werden gerne zu der mexikanischen Avocado-Creme Guacamole verarbeitet. Sie schmecken aber auch gut im Salat oder pur aufs Brot, mit etwas Salz und Rosenpaprika gewürzt.


Recipe: Artischocken

Author: Simone G.
9. Mai 2011

Sie gelten als das Gemüse für Feinschmecker: Artischocken sind eine Delikatesse, ob eingelegt oder frisch zubereitet. Der Bitterstoff Cyranin beruhigt außerdem die Magenschleimhaut, senkt den Cholesterinspiegel und entgiftet die Leber. Artischocken oder Artischockensaft nach einem fettreichen Mahl beugen daher Magendrücken vor und sorgen für Wohlbefinden. Neben Cynarin enthalten Artischocken auch große Mengen Calcium, Eisen, Magnesium und Phoshor.

Die Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmehrraum. Dort wachsen die distelartigen, stacheligen Pflanzen, deren Knospe die Artischocke ist. Nur wenige Teile der Pflanze sind essbar, das macht die Artischocke so kostbar: Nur der untere fleischige Bereich der Blätter und der Blütenboden sind genießbar. Der obere Teil der Blätter ist zu holzig und zu faserig, um ihn zu essen.

Artischocken werden fast das ganze Jahr über geerntet. Im Frühjahr schmecken die jungen Artischocken besonders fein und zartbitter. Die Hauptsaison liegt von Juni bis November.

Auf was sollten Sie nun beim Kauf von Artischocken achten?

Der Einkauf

Frische Artischocken werden als noch geschlossene Knospe verkauft. Achten Sie darauf, dass die Knospe keine braunen Stellen hat und dass der Stiel noch feucht ist. So erkennen Sie frische Ware. Je schwerer eine Artischocke, umso besser: Dann ist sie nämlich voller Feuchtigkeit und schmeckt saftig.

Die Lagerung

Bereiten Sie frische Artischocken am besten noch an dem Tag zu, an dem Sie sie gekauft haben. Damit sie nicht austrocknen, schneiden Sie den Stiehl leicht ein und stellen Sie die Artischocken in ein Glas Wasser. Sie können die Artischocken aber für wenige Tage lagern, wenn sie Sie ähnlich wie Spargel in ein feuchtes Tuch schlagen und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Zubereitung

Spülen Sie die Artischocke zunächst unter kaltem Wasser ab. Dann brauchen Sie Kraft: Brechen Sie den Stiehl mitsamt den harten, holzigen Fasern vom Boden heraus. Entfernen Sie danach die äußeren Blätter und die Spitze. Möchten Sie beim späteren Genuss weniger Arbeit haben, biegen Sie die inneren Blätter auf und entfernen das Heu aus dem Inneren der Artischocke. Beträufeln Sie alle Schnittstellen zügig mit Zitronensaft, sonst werden sie braun.

Kochen Sie die Artischocken in Salzwasser mit einem Spritzer Zitronensaft oder auch etwas Weißwein ca. 30 bis 45 Minuten.

Die perfekten Begleiter für Artischocken sind verschiedene Saucen und Dips. In diese taucht man die zarten, leicht bitter schmeckenden Blätter einzeln ein.


Recipe: Kräuterküche

Author: Simone G.
7. April 2011

Das beste Fleisch, das frischeste Gemüse – ohne die richtige Würze bleiben auch qualitativ hochwertige Rohstoffe eher langweilig im Geschmack. Kräuter bringen da die nötige Abwechslung. Viele sind ganz einfach in der Küche zu ziehen; so haben Sie immer frischen Vorrat direkt zuhause auf der Fensterbank.

Frische Kräuter bringen beim Kochen noch einmal mehr Aroma als die getrockneten, die es im Supermarkt zu kaufen gibt. Natürlich können Sie Ihre Kräuter auch selbst trocken, wenn Sie nicht darauf verzichten möchten. Binden Sie sie dazu zu Büscheln und lassen sie entweder im Backofen bei niedrigen Temperaturen oder im Sommer draußen in der Sonne trocknen.

Die beliebtesten Küchenkräuter schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind lecker – und auf der Fensterbank oder dem Balkon äußerst dekorativ.

  • Basilikum ist eines der bekanntesten und am meisten verwendeten Küchenkräuter. Es ist etwas empfindlicher als andere Kräuter und braucht intensivere Pflege, um langlebig zu sein. Basilikum gedeiht am besten mit viel Sonne und Wärme. Das Kraut schmeckt gut im bekannten Tomaten-Mozzarella-Salat oder gemörsert mit viel Olivenöl, Parmesan und Pinienkernen als Pesto; aber probieren Sie Basilikum auch einmal zu Schokolade. Ein völlig neues, überraschendes Geschmackerlebnis.
  • Oregano ist wie Basilikum ebenfalls aus der italienischen Küche bekannt. Es würzt die typischen italienischen Pasta-Gerichte, Fleisch und Pizza. Oregano braucht ebenfalls viel Licht zum Wachsen, belohnt einen aber über mehrere Jahre hinweg mit seinen herb-aromatischen Trieben.
  • Rosmarin stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum, wächst aber auch in Deutschland sehr gut. Sein Aroma ist sehr intensiv, setzen Sie ihn daher in der Küche eher sparsam ein. Rosmarin schmeckt sehr gut zu Wildgerichten: Geben Sie ganze Äste zum Fleisch, während Sie es garen, und entfernen Sie diese vor dem Essen. Kartoffeln finden in Rosmarin ebenfalls einen perfekten Begleiter.
  • Schnittlauch ist aus der deutschen Küche kaum wegzudenken. Mit seinem leicht zwiebelartigen Aroma rundet er Sahnesaucen ab und passt hervorragend zu Käse. Schnittlauch ist sehr wuchsfreudig und hält sich auf der Fensterbank über mehrere Jahre.
  • Die Petersilie gehört ebenfalls mit zu den bekanntesten Küchenkräutern. Sie ist ein wahrer Allrounder und schmeckt zu allen herzhaften Gerichten. Es gibt sie in zwei Ausführungen, der glatten und der krausen Petersilie. Die glatte Petersilie ist hierzulande noch etwas unbekannter, aber ein wenig aromatischer. Glatte Petersilie wird gerne in der orientalischen Küche verwendet, zum Beispiel für die Kichererbsenbällchen Falafel oder Tabouleh-Salat.
  • In den letzten Jahren feierte der Bärlauch ein Comeback. Dieses Kraut duftet und schmeckt nach Knoblauch, hat aber nicht den lästigen Mundgeruch als Nebenwirkung. Bärlauch bevorzugt schattige Wuchsplätze und eignet sich zum Selbstanbau eher auf sonnenabseitig gelegenen Balkonen. Bärlauch eignet sich hervorragend als Zutat im Kräuterquark oder in Salaten.

Recipe: Zitronengras

Author: Simone G.
31. März 2011

Aus der asiatischen Küche ist es kaum wegzudenken: Zitronengras verleiht Fleisch und Fisch, aber auch Gemüsegerichten den typischen exotischen Geschmack. Aber was ist Zitronengras überhaupt und wie verwendet man es richtig?

Zitronengras ist tatsächlich eine grasartige Pflanze, die in den tropischen Gebieten Asiens und in Südamerika wächst. Die langen, schilfartigen Blätter gibt es frisch oder getrocknet als Gewürz zu kaufen. Ihr Geschmack erinnert aber nur schwach an Zitronen. In Asien nutzt man die frischen Blätter, um daraus Tee aufzugießen.

Viel intensiver ist das Aroma der Stängel: Sie duften sehr stark nach Zitronen und auch ein wenig nach Rosen. Dieses Aroma geben sie auch an die mit ihnen zubereiteten Speisen ab.

Zitronengras können Sie auf zwei Weisen verwenden: Frische, ganz junge Stängel werden kleingehackt und dem Gericht beim Garen hinzugefügt. Sie können mitgegessen werden. Ältere Stängel sind noch kräftiger im Geschmack, allerdings auch strohig, sodass sie sich nicht zum Verzehr eignen. Man gibt sie im Ganzen, mit leicht angepressten Enden, zu Fleisch oder Gemüse. So geben sie ihren Geschmack ab. In der modernen Küche ist es außerdem schick, Fleisch – zum Beispiel Geflügel – oder Garnelen auf Zitronengrasstängel zu spießen. Das sieht nicht nur dekorativ aus, sondern eröffnet ebenfalls ein exotisches Geschmackserlebnis.


Recipe: Fruchtsäfte

Author: Simone G.
22. März 2011

Zwei Liter soll der erwachsene Mensch am Tag trinken, so die Empfehlungen. Gerade, wenn die Temperaturen steigen, kommen kühle Erfrischungen gerade recht. Immer nur Wasser wird Vielen aber auf die Dauer langweilig. Mehr Geschmack soll es sein.

Dass Limos und Cola nicht der ideale Durstlöscher sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Der hohe Zuckergehalt macht Softdrinks zu wahren Dickmachern. Stattdessen greifen viele Menschen zu Fruchtsäften. Doch auch dieser enthält eine ganze Menge Zucker, selbst wenn er als zuckerfrei vermarktet wird. Enthalten ist dann zwar kein raffinierter Zucker, wie in den Limonaden, sondern der fruchteigene Zucker. Das klingt zwar gesünder – Energie und damit reichlich Kalorien liefert aber auch der Fruchtzucker. 100ml Apfelsaft aus dem Supermarkt enthalten zum Beispiel zwischen 40 und 50 Kalorien – macht pro Glas etwa 200 Kalorien.

Das bedeutet aber nicht, dass man nun auf Säfte verzichten muss. Am besten genießt man sie als Saftschorlen im Mischungsverhältnis 1/3 Fruchtsaft und 2/3 Wasser. Schorlen sind erfrischend, leicht und schmecken. Frischgepresst ist der Saft am gesündesten; die lange Lagerung der Fruchtsäfte aus dem Supermarkt sowie das Herstellungsverfahren zerstören viele der Vitamine. Um den Saft haltbarer zu machen, wird er nämlich bei 85 Grad Celsius pasteurisiert – ähnlich wie frische Vollmilch.

Wer keine Zeit oder keine Lust zum Entsaften hat, sollte genau die Verpackungen studieren. Fruchtsaft ist nämlich nicht gleich Fruchtsaft. Neben den frischgepressten Säften gibt es Fruchtsäfte aus Konzentrat: Der eigentliche Fruchtsaft wird nach dem Pressen eingedickt und nach Lagerung oder Transport rückverdünnt. Der Fruchtgehalt macht so immer noch 100% aus – an den Vitamingehalt eines frischen Produkts kommt der Saft aus Konzentrat allerdings nicht heran.


Recipe: Honig – goldgelb und süß

Author: Simone G.
4. März 2011

Schon in der Steinzeit mochten die Menschen gerne Süßes essen. Da es bis zur Erfindung von Kristallzucker noch einige Jahrhunderte hin war, blieb nur der Rückgriff auf natürliche Süßungsmittel. An erster Stelle lag dabei der Honig, hergestellt von Honigbienen. Die Begeisterung für die ganz eigene Süße von Honig hält bis heute an. Im Gegensatz zu Kristallzucker schmeckt Honig nicht einfach nur süß: Je nach dem, an welcher Blüte sich die Bienen bedienen, ist er mal heller, fest und mild wie Rapshonig, mal vollmundig und von einem kräftigen Gold wie der Honig aus Sommerblüten, mal eher herb und dunkel wie Tannenhonig.

Und noch ein Vorteil hat die natürliche Süße: Honig ist gesund.
Neben Traubenzucker und Fruchtzucker (Glucose und Fructose), die für den süßen Geschmack sorgen, enthält Honig wichtige Proteine und wertvolle Vitamine.

Die Kristallisierung von Honig hat wahrscheinlich jeder schon einmal beobachtet: Steht das Honigglas ein paar Tage oder Wochen im Schrank, wird der ursprüngliche flüssige Inhalt fest. Das hat allerdings keine Auswirkung auf die Qualität des Honigs, er wird nicht schlecht. Kurz erhitzt ist er wieder flüssig und kann genossen werden. Wie schnell Honig kristallisiert, hängt vom Verhältnis zwischen Glucose und Fructose ab.

Die Auswahl an Honigsorten aus aller Welt ist mittlerweile riesig. Blütenhonige, die aus dem Nektar verschiedenster blühender Pflanzen gewonnen werden, sind besonders beliebt; die herberen und dunkleren Honigsorten aus Honigtau stehen dem aber kaum nach. Für diesen Honig sammeln Bienen die Ausscheidungen von Pflanzenläusen. Das hört sich erstmal nicht sehr appetitlich an – tatsächlich besteht Honigtau aus Ballaststoffen und Zuckerarten und ist damit ein genauso idealer Grundstoff für Honig wie Blütennektar.

Leider ist aber auch beim Honig nicht alles Gold, was glänzt. Die Stiftung Warentest hat 34 Honigsorten getestet, von denen die Hälfte mit mangelhaft abschnitt. Enthaltene Antibiotika, falsche Etiketten-Angaben, verbotene Zusätze – nicht alle Hersteller halten sich an die Honigverordnung, die vorschreibt, dass Honig als Naturprodukt frei von Zusätzen sein muss. Wer kann, sollte sich daher direkt beim Imker nach einem leckeren Honig umsehen. Eine gute Alternative bietet auch Bio-Honig aus dem Reformhaus oder dem Bioladen.


Recipe: Hülsenfrüchte auf exotische Art

Author: Simone G.
17. Februar 2011

Was fällt Ihnen zu Hülsenfrüchten ein?
Wie die meisten Menschen in unseren Breitengraden haben Sie wahrscheinlich erstmal Linsen und Erbsen im Kopf und die deftigen Suppen, die man mit ihnen kochen kann. Weiße und grüne Bohnen kommen Ihnen vielleicht noch in den Sinn, eventuell auch die roten Kidney-Bohnen, die in scharfen mexikanischen Gerichten besonders gut zur Geltung kommen.

Hülsenfrüchte sind jedoch noch vielfältiger. Durch ihren hohen Gehalt an pflanzlichen Proteinen, an Eisen, Calcium und B-Vitaminen sind sie eine wertvolle Ergänzung der täglichen Ernährung, gerade für Menschen, die auf Fleisch verzichten. Die ungeheure Menge an Bohnen-, Linsen- und Erbsenarten hilft dabei, einen abwechslungsreichen Speiseplan zusammenzustellen.

Allein Linsen erhält man als pikante Grüne Linse, als Braune Linse, wie sie für die klassische Linsensuppe verwendet wird, oder als Rote Linse – geschälte Braune Linsen, die etwas milder schmecken und weniger lang gekocht werden müssen.

Sojabohnen und das Mehl daraus werden oft zu schmackhaften Produkten verarbeitet, die als Fleischersatz dienen können. Sojamilch ist eine Alternative für Laktoseintolerante, die keine Kuhmilch vertragen, aber auch sonst eine willkommene Abwechslung zur klassischen Milch.  Sojasauce verleiht vielen asiatischen Gerichten den typisch-pikanten Geschmack.

Eine kleine, leicht nussig schmeckende Bohnenart, die in Deutschland eher weniger bekannt ist, ist die Augenbohne. Sie hat ihren Namen von dem kleinen schwarzen Fleck, der jede Bohne ziert und an ein Auge erinnert. Augenbohnen sind vor allem in der afrikanischen und indischen Küche sehr beliebt.

Hülsenfrüchte müssen vor der Zubereitung gründlich gewaschen und längere Zeit in Wasser eingeweicht werden – manche Sorten sogar über Nacht. Anschließend kocht man sie; dabei sollte man unbedingt erst nach dem Kochen Salz hinzufügen, sonst bleiben die Hülsenfrüchte hart.

Ein schnelles, schmackhaftes Gericht aus Hülsenfrüchten ist Linsen-Dal, ein indisches Gericht, das gut zu Curry- und Reisgerichten, aber auch einfach zu einem frischen Brot passt. Rote Linsen haben den Vorteil, dass sie nicht lange eingeweicht werden müssen.

Sie brauchen:

  • 250gr rote Linsen
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 grüne Chilischote
  • 1 Stück Ingwer
  • ½ EL Kurkuma
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL gemahlener Koriandersamen
  • 1-2 TL Salz
  • 25 gr Kokosnusscreme
  • 1 EL Zitronensaft

Geben Sie die Linsen mit der Zwiebel, dem Knoblauch, Lorbeer, Chili, Kurkuma und Ingwer in einen Topf und bedecken Sie alles mit Wasser, sodass dieses etwa 1 cm über den Linsen steht. Lassen Sie alles etwa 20 min bei mittlerer Hitze garen, dabei gelegentlich umrühren. Falls nötig, geben Sie etwas Wasser dazu. Sobald die Mischung sämig ist, würzen Sie mit Kreuzkümmel und Koriander und Salz. Lassen Sie das Dal nun etwa 20 bis 30 Minuten stehen, damit die Aromen sich verbinden können. Entfernen Sie anschließend die Chilischote und das Lorbeerblatt, rühren die Kokosnusscreme unter, geben den Zitronensaft dazu und erhitzen das Dal noch einmal. Nun ist es servierfertig.


11. Februar 2011

Unser Speiseplan ist außerordentlich vielfältig geworden: Italienische, französische, asiatische, afrikanische und indische Einflüsse bereichern die deutsche Küche. Exotische Zutaten wie Zitronengras, Kochbananen und Kokosmilch muss man nicht mehr lange im Spezialitätenladen suchen, sondern findet sie in fast jedem Supermarkt.

Und doch gibt es einige Klassiker, die sich nicht verdrängen lassen: Schmackhafte Hausmannskost, die wir schon als Kinder kannten und auch als Erwachsene lieben. Frikadellen, oder je nach Region Fleischpflanzerl, Fleischküchle oder Buletten, gehören unbedingt dazu.

Saftig muss eine Frikadelle sein, nicht zu fettig und schön deftig.
In der Regel nimmt man für Frikadellen Schweine- oder Rindergehacktes, halb und halb gemischt. Edler im Geschmack wird die Frikadelle durch die Zugabe von Kalbs- oder Lammhack, fett- und damit kalorienärmer bereitet man sie aus gehacktem Geflügel zu. Achten Sie besonders bei Hackfleisch darauf, dass dieses immer ganz frisch ist, da es schnell verdirbt.

Saftig wird die Frikadelle, wenn man das Hack mit einem rohen Ei vermengt und in Milch eingeweichte, altbackene Brötchen dazugibt. Für den Geschmack sorgen vorgedünstete Zwiebeln und die typischen Gewürze: Neben Salz und Pfeffer gehören auch Petersilie und Majoran in die Frikadelle. Weitere Gewürze wie Senf, Knoblauch und Muskat sind Geschmackssache. Mit Chili, Ingwer oder Curry verleiht man der klassischen Frikadelle eine exotische Note.

Zur Zubereitung der Frikadellen braucht man dann noch eine ganze Menge Fett. Darin werden die Ballen knusprig braun gebraten oder frittiert. In Österreich und manchen Regionen Süddeutschlands werden die Fleischpflanzerl vor dem Braten noch in Semmelbröseln gewendet.

So wurde die Frikadelle auch zum Exportschlager und trat als „Hamburger“ den Siegeszug durch die USA an.