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Archive for the 'Lebensmittel' Category

Gesalzen und geröstet gelten sie als kleine Sünden und leckere Dickmacher: Erdnüsse. Die kleinen runden Samen haben einen hohen Fettgehalt und sind hart und knackig – das sind aber auch schon die einzigen Merkmale, die sie tatsächlich mit einer Nuss verbinden. Botanisch gesehen gehören Erdnüsse nämlich zu den Hülsenfrüchten, genau wie Bohnen, Erbsen oder Linsen. Die Früchte der Erdnusspflanze wachsen unterirdisch, woher auch ihr Name rührt. In den Hülsen finden sich in der Regel zwei Samen, die sowohl roh als auch geröstet genießbar sind. Roh ist das Allergiepotenzial der Erdnuss allerdings recht hoch, geröstet wird sie meist besser vertragen.

 

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika, wird heute allerdings auch in Asien und China angebaut. Erdnüsse enthalten sehr viel Fett, dabei im Gegensatz zu echten Nüssen vergleichsweise wenig Omega 3-Fettsäuren. Dafür enthalten die leckeren Samen viel blutdrucksenkende Linolsäure, Kalzium und Eiweiß. Als kleiner Snack für zwischendurch sind die kalorienreichen Leckereien daher durchaus erlaubt.

 

Erdnüsse sind allerdings viel vielseitiger, als es ihr vorherrschender Verkauf als Knabberei vermuten lässt. Aus der asiatischen Küche und auch als amerikanischen Haushalten ist die Erdnussbutter zum Beispiel kaum noch wegzudenken. Auch in Deutschland ist Erdnussbutter in vielen Varianten im Handel zu bekommen – sie kann allerdings auch aus Erdnüssen, Erdnussöl, etwas Salz und einer Prise Zucker ganz einfach selbst hergestellt werden. Dazu werden die Erdnüsse zunächst geröstet und anschließend in einem Mixer unter langsamer Zugabe des Öls püriert, bis die Butter eine cremige Konsistenz erhält. Erdnussbutter schmeckt nicht nur süß als Brotaufstrich mit Marmelade oder als Zutat für Kuchen und Kekse, sie verfeinert auch pikante Gerichte. Für eine scharfe Marinade wird sie dazu mit Salz, Pfeffer, Ingwer, Sojasauce, Cayennepfeffer und etwas Zitronensaft verrührt. Diese Marinade passt hervorragend zu gegrilltem Hühnchen oder Fisch.


4. Oktober 2011

Er ist weiß und scharf und verleiht vielen Fleischgerichten die ganz spezielle Würze: Meerrettich ist eine beliebte Wurzel in der deutschen Küche. Ursprünglich kommt die Pflanze mit den hübschen weißen Blüten aus Süd- und Osteuropa. Schon in der Antike waren die Wurzeln des Gewächses als würzende Beigabe zu Speisen bekannt und wurden gezielt kultiviert und angebaut.

Meerrettich hielt in die deutschen Küchen Einzug, lange bevor der Pfeffer in Europa bekannt oder erhältlich war. Zusammen mit Senf war der scharfe Meerrettich daher das einzige Gewürz, mit dem etwas Pepp in die Speisen gebracht werden konnte. Verantwortlich für die typische, stechende Schärfe des Meerrettichs ist der Stoff Allylisothiocyanat welchen das Öl der Knolle enthält. Wird die Wurzel getrocknet, verflüchtigt sich das Öl, der Geschmack ist dann entsprechend milder.

Meerrettich ist allerdings nicht nur ein beliebter Geschmackgeber für Saucen zu Fisch und Fleisch; die Wurzel enthält darüber hinaus viele wertvolle Inhaltsstoffe, welche besonders im Herbst und Winter gute Dienste leisten. Die vielen Vitamine und Mineralstoffe des Meerrettichs beugen nämlich Infektionskrankheiten vor und schützen so vor Schnupfen und Grippe.

Meerrettich enthält besonders viel Vitamin C, aber auch wichtige Vitamine der B-Gruppe, darunter Vitamin B6, B12 und B1, zudem Kalium, Calcium, Eisen und Phosphor. Dazu kommen verschiedene Senföle, welche eine leicht antibiotische Wirkung haben. Bei leichten Entzündungen und bei Erkältungskrankheiten hat sich der Genuss von Meerrettich daher als Hausmittel bewährt. Wissenschaftlich wurde zudem eine antivirale Wirkung des Meerrettichöls nachgewiesen, weiterhin wirkt das Öl gegen Pilze und Hefen. Daher hat der Meerrettich auch in der modernen Medizin nicht an Bedeutung verloren.


8. September 2011

Innen weich, außen knusprig und in der Mitte ein Loch – nein, das sind keine Donuts oder Krapfen, das sind Bagels. Das runde Gebäckstück stammt aus der jüdischen Küche, eroberte zunächst die USA und ist nun auch in deutschen Imbissen und Coffee Shops immer häufiger anzutreffen. Ein Bagel ist zäher als ein herkömmliches Brötchen, macht länger satt und ist längst nicht nur für das Frühstück geeignet.

Heute ist uns der Bagel als typisch US-amerikanisches Gebäck im Kopf. Ursprünglich erfunden wurde er allerdings von einem jüdischen Bäcker in Wien. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte der Bagel mit jüdischen Einwanderern auch in die USA.

Es gibt das Gebäck in unzähligen Variationen, pur, mit Sonnenblumen- oder Kürbiskernen, mit Mohn, mit Nüssen oder auch als süße Variante mit Cranberries, den amerikanischen Preiselbeeren. Genauso vielfältig sind die Belege: In der klassischen Variante wird der Bagel mit Frischkäse und Lachs – oder amerikanisch: Cream Cheese and Salmon – belegt. Diese Variante berücksichtigt die jüdischen Vorgaben einer koscheren Küche. Darüber hinaus sind dem eigenen Geschmack keine Grenzen gesetzt; ob süß oder herzhaft, der Bagel schmeckt in allen Ausführungen.

Bagels bestehen aus einem Hefeteig. Im Unterschied zum Brötchen wird der Bagelteig nach der Zubereitung nicht sofort gebacken. Zunächst kommt er über Nacht in den Kühlschrank zum Ruhen. Am nächsten Tag wird der Bagel in Honigwasser gekocht, was ihm seine typische Konsistenz verleiht. Für jede Seite lässt man ihn etwa 30 Sekunden im Honigwasser ziehen. Erst anschließend wird er mit einem verquirltem Ei bestrichen und fertig gebacken. Bagels lassen sich so auch gut vorbereiten: Der Teig hält sich im Kühlschrank mehrere Tage lang – hat man Appetit auf etwas Frisches zum Frühstück, kocht man ihn einfach auf und gibt ihn anschließend in den Backofen.

 

 


Recipe: Der Hot Dog – Fast Food Welterfolg

Author: Simone G.
31. August 2011

Er gehört zu den bekanntesten Fast Food Gerichten der Welt – und wer in ein großes, blau-gelbes Möbelhaus fährt, geht meist nicht ohne einen wieder hinaus: Der Hot Dog wird von großen und kleinen Genießern gerne gegessen. Das Erfolgsrezept ist dabei recht einfach: Weiches Weißbrot, eine heiße Wurst, eventuell Ketchup, Senf und Zwiebeln, fertig ist der „Heiße Hund“. Aber woher kommt der Hot Dog eigentlich und warum trägt das Würstchen im Brötchen diesen merkwürdigen Namen?

Der Hot Dog stammt natürlich aus dem Mutterland des Fast Foods, aus den USA. Der Ursprung des Namens ist ein wenig ungewiss. Belegt ist, dass der Name Hot Dog schon seit 1895 für Wiener oder Frankfurter Würstchen verwendet wurde, die in einem Brötchen serviert wurden. Gerüchten zufolge sind die Hunde Schuld, welche sich deutschstämmige Metzger in den USA hielten – Dackel. In einer Karikatur wurden diese Hunde zu Würstchen in Brötchenhälften. Ob die Geschichte stimmt, lässt sich heute allerdings nicht mehr nachvollziehen.

Was gehört nun auf einen Original Hot Dog? Die amerikanische Variante besteht aus einer Brühwurst, die in ein getoastetes Weizenbrötchen gelegt wird. Dazu kommen Saucen nach Wahl – Ketchup, Senf oder Mayonnaise – und Röstzwiebeln. Meist wird der Hot Dog zusätzlich mit sauren Gurken belegt. Auf einen original New Yorker Hot Dog gehört darüber hinaus noch Sauerkraut. Ganz und gar stilecht wird der Hot Dog, wenn er nur mit einem milden Senf, dem so genannten Yellow Mustard, bestrichen und ohne Ketchup serviert wird.

Die einfache Zubereitung und die Variantenvielfalt haben den Hot Dog zu einem Welterfolg gemacht. Regional immer wieder etwas unterschiedlich zubereitet, gibt es mittlerweile in so gut wie jedem Land der Welt eine eigene Hot Dog-Kreation.


28. Juli 2011

Ein schöner knackiger Salat, frisch und grün – gerade im Sommer gibt es kaum etwas Besseres, als sich in der Mittagspause einen leichten Snack aus Salat und Gemüse schmecken zu lassen. Doch was für Salatarten gibt es eigentlich? Rucola und Eisbergsalat sind den meisten Menschen noch ein Begriff, aber mit welchen Salatsorten kann man Abwechslung in das gesunde Gericht bringen? Hier finden Sie eine kleine Übersicht einiger Salatsorgen – als Anregung und Appetitmacher auf die gesunde Mahlzeit.

  • Eichblattsalat

Seinen Namen verdankt dieser Salat seinen Blättern, die mit ihrer leicht gezackten Form an Eichellaub erinnern. Eichblattsalat gibt es in Grün und in Rot. Er schmeckt kräftig und herzhaft und eignet sich besonders als schmackhafte und optisch attraktive Beilage zu herzhaften Fleischgerichten, zum Beispiel zu Wild.

  • Eisbergsalat oder Eissalat

Der Eisbergsalat wird auch von Kindern gerne gegessen, da er so schön fest und knackig ist. Im Handel erhält man kleine bis mittelgroße Köpfe von meist hellgrüner Färbung. Der Eisbergsalat ist eher mild und zurückhaltend im Geschmack. Daher passt er in so gut wie alle Sommersalate, auf Hamburger-Brötchen, auf die türkische Pizza – der Eisbergsalat ist ein echter Allrounder.

  • Feldsalat

Der Feldsalat ist schon seit Jahrhunderten bekannt und begehrt. Ehemals wurde er unter dem Namen Rapunzel gerne verzehrt, heute ist eher der Name Feldsalat geläufig. Feldsalat hat einen leicht nussigen Geschmack. Die kleinen Blätter sind recht aufwendig zu putzen, dafür belohnt einen der Feldsalat aber durch das intensive Aroma und liefert auch noch viele wichtige Mineralstoffe. Er schmeckt gut mit einer Vinaigrette aus Balsamico-Essig und Olivenöl.

  • Kopfsalat

Der Klassiker unter den Salatsorten. Die großen, dunkelgrünen Blätter schmecken recht milde und passen auch gekocht als Einlage in Suppen oder als Gemüsebeilage zu deftigen Fleischgerichten.

  • Römer- oder Romana-Salat

Die kräftig grünen, fleischigen Blätter des Römersalates sind eine unverzichtbare Zutat für den typisch amerikanischen Caesar´s Salad. Er hat ein kräftiges Aroma, das auch beim Kochen nicht verloren geht. So wertet gegarter Römersalat auch Gemüsegerichte auf.

  • Rucola oder Rauke

Der Rucola-Salat hat sich in den vergangenen Jahren eine treue Fangemeinde erobert. Kein anderer Salat wird so stark mit Italien, Urlaub und sonnigen Tagen verbunden. Der perfekte Salat für ein sommerliches Mittagessen also. Die kleinen, gezackten Blätter schmecken nussig und leicht scharf und passen besonders gut zu einem Dressing aus Balsamico. Olivenöl und Parmesan.

  • Lollo Rosso

Attraktiv und auffällig sind die rot-weißen, gekräuselten Blätter des Lollo Rosso. Er ist vor allem wegen seines extravaganten Äußeren eine beliebte Salatsorte, überzeugt aber auch durch seinen herben, nussigen Geschmack. Der Lollo Rosso ist eine leckere, herzhafte Beigabe für alle Sommersalate. Weniger auffällig, aber nicht minder schmackhaft ist der Lollo Biondo , ein hellgrüner Verwandter des Lollo Rosso.

 

Ein Brötchen mit Quark und frischer Kresse – das schmeckt erfrischend, leicht scharf und macht am Morgen munter. Die Pflanze, di üblicherweise als Kresse bezeichnet wird, ist die Gartenkresse. Sie ist botanisch nicht verwandt mit der Brunnenkresse oder der Kapuzinerkresse mit ihren hübschen, gelben und roten Blüten – sie ist aber eines der beliebtesten Küchenkräuter. Eher unscheinbar kommen die kleinen Pflänzchen daher; doch in den kleinen Trieben steckt viel Geschmack. Die Blätter sind sehr schar und leicht bitter, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich. Das liegt an den reichlich enthaltenen Senfölen. Kresse peppt mit ihrer Schärfe Brotaufstriche und Salate und passt einfach hervorragend zu Gemüse wie Salatgurken und Tomaten.

Woher die Kresse ursprünglich stammt, ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass sie zuerst in West- oder Zentralasien kultiviert wurde und von dort aus auch in Europa an Beliebtheit gewann. Mittlerweile ist sie eine gern gesehene Ergänzung des Speiseplans, die nicht nur geschmackliche Abwechslung bietet, sondern auch eine Menge gesunde Inhaltsstoffe mit sich bringt: Kresse hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Folsäure.

Ausgewachsen erreicht die Gartenkresse eine Höhe von bis zu 50 cm. Gegessen werden allerdings die Keimlinge, also die noch jungen Triebe der Kressepflanze. Kresse ist leicht selbst zu ziehen, da die Pflanze kaum Ansprüche stellt. Um die Samen zum Auskeimen zu bringen, genügt es, eine Schale mit einem feuchten Küchentuch zu bedecken und die Kresse dort auszusähen. In der Regel dauert es nur eine bis zwei Wochen, bis die Pflänzchen eine verzehrfähige Größe erreicht haben. Besonders Kinder haben Spaß daran, mit Kresse ihre ersten Erfahrungen im Pflanzenanbau zu machen. Noch lustiger wird es, wenn man spezielle Kressetöpfe verwendet, die zum Beispiel als Kopf gestaltet sind, aus dem Kressehaare wachsen.

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenkresse


Recipe: Hirse, eine gesunde Getreide-Alternative

Author: Simone G.
27. Mai 2011

Kohlehydrate sind wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie liefern viel Energie und halten den Körper so fit. In Deutschland deckt man den Kohlehydratbedarf meist über Getreide oder Kartoffeln. In den meisten Haushalten kommt dabei aber eher weniger Abwechslung auf den Tisch: Nudeln, Reis oder eben Erdäpfel, zum Frühstück eventuell noch Getreideflocken aus Hafer und Weizen, das war es meist schon. Dabei gibt es einige schmackhafte Alternativen, die den Speiseplan bereichern. Eine davon ist Hirse.

Hirse liefert von allen Getreidearten den höchsten Gehalt an Eiweiß und Eisen. Zudem enthält sie kein Gluten und eignet sich daher bestens für eine Diät bei Glutenunverträglichkeit. Im Handel bekommt man Hirse als kleine, runde Körner und als Flocken. Die Flocken kann man mit Milch zu einem Frühstücksbrei verkochen oder dem Müsli hinzugeben. Aus den Körnern lassen sich leckere Gerichte zubereiten, die perfekt in die leichte Sommerküche passen.

Exotisch und dabei ganz einfach zuzubereiten ist zum Beispiel ein Hirsepilaw, ein leckerer Eintopf aus dem Getreide mit Gemüse, Rosinen, Nüssen und Gewürzen.

Für 4 Personen braucht man:

  • 300gr Hirse
  • 2 EL Öl
  • 1 große, gehackte Zwiebel
  • 2 Möhren, gewürfelt
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß
  • 1 kleines Stück Zimtstange
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 50gr Rosinen
  • 50gr Mandelblättchen oder geröstete, zerstoßene Haselnüsse

Rösten Sie zuerst die Hirse in einem großen Topf an: Geben Sie sie in den Topf und rühren bei schwacher Hitze, bis einzelne Körner zu hüpfen beginnen und die Hirse duftet. Geben Sie die Hirse anschließend auf einen Teller, gießen das Öl in den Topf und schwitzen darin die Zwiebel an. Fügen Sie Möhren, Knoblauch, den geriebenen Ingwer und Zimt hinzu und garen das Ganze für 5 Minuten.

Geben Sie nun die Hirse in den Topf und gießen ¾ Liter Wasser hinzu. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Bringen Sie das Pilaw zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, reduzieren Sie die Hitze und lassen das Pilaw bei milder Hitze für 15-20 Minuten garen. Die Hirse sollte weich, aber noch bissfest sein.

Schmecken Sie das Pilaw anschließend mit Salz und Pfeffer ab und geben nach Geschmack Rosinen und Nüsse hinzu.


Recipe: Die Avocado

Author: Simone G.
16. Mai 2011

Obst und Gemüse wird in der modernen, leichten Küche nicht nur wegen des hohen Vitamingehalts geschätzt; es ist zudem sehr fettarm, man kann also reichlich davon essen sich damit fit und gesund halten. Eine kleine Ausnahme bildet da die Avocado: Die grünen, ovalen Früchte enthalten eine Menge an pflanzlichen Ölen. 100gr Avocado schlagen mit 23,5% Fett zu Buche – anders als tierische Fette sind diese pflanzlichen Öle aber essenziell für eine ausgewogene Ernährung. Die einfach und mehrfach ungehärteten Fettsäuren senken sogar den Cholesterinspiegel.

Die Avocado bietet aber noch mehr Inhaltsstoffe, die der Gesundheit zuträglich sind: Sie enthält mehr Vitamin E als die meisten anderen Obst- und Gemüsesorten, zudem Vitamin B6, das gut für das Immunsystem ist, und Biotin, was sich positiv auf Haut und Haare auswirkt. Außerdem enthält sie reichlich Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist. Avocados liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß, was sie vor allem in der vegetarischen Küche sehr beliebt macht. Mit etwa 220 Kalorien pro 100gr sind sie auch relativ kalorienarm.

Botanisch gehört die Avocado zu den Lorbeergewächsen. Der Avocadobaum erreicht eine stattliche Höhe zwischen 15 und 20 Meter und wächst im warmen Klima von Süd- und Mittelamerika. Die Avocado-Früchte werden dort unreif geerntet, damit sie noch genießbar hier im Handel ankommen.

Avocados schmecken vollreif am besten, dann sind sie butterzart und entfalten ihr volles Aroma. Unreif sind sie recht hart und leicht holzig. Sie reifen aber schnell nach. Kleiner Tipp: Unreife Avocados am besten mit Äpfeln zusammenlegen; diese enthalten das Enzym Ethen, was andere Früchte zum schnelleren Reifen anregt. Nur nicht zulange liegenlassen, sonst werden die Avocados überreif. Wenn die Schale auf Druck leicht nachgibt, hat die Avocado den richten Reifegrad.

Im Handel findet man zumeist zwei Sorten: Fuerte, eine kräftig mittelgrüne Avocado mit hellem Fruchtfleisch, und die etwas kleinere, dunklere Hass. Deren Schale ist etwas dicker und warziger als die der Fuerte und färbt sich bei Reife Dunkelviolett. Das Aroma der Hass ist intensiver.

Avocados werden gerne zu der mexikanischen Avocado-Creme Guacamole verarbeitet. Sie schmecken aber auch gut im Salat oder pur aufs Brot, mit etwas Salz und Rosenpaprika gewürzt.


Recipe: Artischocken

Author: Simone G.
9. Mai 2011

Sie gelten als das Gemüse für Feinschmecker: Artischocken sind eine Delikatesse, ob eingelegt oder frisch zubereitet. Der Bitterstoff Cyranin beruhigt außerdem die Magenschleimhaut, senkt den Cholesterinspiegel und entgiftet die Leber. Artischocken oder Artischockensaft nach einem fettreichen Mahl beugen daher Magendrücken vor und sorgen für Wohlbefinden. Neben Cynarin enthalten Artischocken auch große Mengen Calcium, Eisen, Magnesium und Phoshor.

Die Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmehrraum. Dort wachsen die distelartigen, stacheligen Pflanzen, deren Knospe die Artischocke ist. Nur wenige Teile der Pflanze sind essbar, das macht die Artischocke so kostbar: Nur der untere fleischige Bereich der Blätter und der Blütenboden sind genießbar. Der obere Teil der Blätter ist zu holzig und zu faserig, um ihn zu essen.

Artischocken werden fast das ganze Jahr über geerntet. Im Frühjahr schmecken die jungen Artischocken besonders fein und zartbitter. Die Hauptsaison liegt von Juni bis November.

Auf was sollten Sie nun beim Kauf von Artischocken achten?

Der Einkauf

Frische Artischocken werden als noch geschlossene Knospe verkauft. Achten Sie darauf, dass die Knospe keine braunen Stellen hat und dass der Stiel noch feucht ist. So erkennen Sie frische Ware. Je schwerer eine Artischocke, umso besser: Dann ist sie nämlich voller Feuchtigkeit und schmeckt saftig.

Die Lagerung

Bereiten Sie frische Artischocken am besten noch an dem Tag zu, an dem Sie sie gekauft haben. Damit sie nicht austrocknen, schneiden Sie den Stiehl leicht ein und stellen Sie die Artischocken in ein Glas Wasser. Sie können die Artischocken aber für wenige Tage lagern, wenn sie Sie ähnlich wie Spargel in ein feuchtes Tuch schlagen und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Zubereitung

Spülen Sie die Artischocke zunächst unter kaltem Wasser ab. Dann brauchen Sie Kraft: Brechen Sie den Stiehl mitsamt den harten, holzigen Fasern vom Boden heraus. Entfernen Sie danach die äußeren Blätter und die Spitze. Möchten Sie beim späteren Genuss weniger Arbeit haben, biegen Sie die inneren Blätter auf und entfernen das Heu aus dem Inneren der Artischocke. Beträufeln Sie alle Schnittstellen zügig mit Zitronensaft, sonst werden sie braun.

Kochen Sie die Artischocken in Salzwasser mit einem Spritzer Zitronensaft oder auch etwas Weißwein ca. 30 bis 45 Minuten.

Die perfekten Begleiter für Artischocken sind verschiedene Saucen und Dips. In diese taucht man die zarten, leicht bitter schmeckenden Blätter einzeln ein.


Recipe: Kräuterküche

Author: Simone G.
7. April 2011

Das beste Fleisch, das frischeste Gemüse – ohne die richtige Würze bleiben auch qualitativ hochwertige Rohstoffe eher langweilig im Geschmack. Kräuter bringen da die nötige Abwechslung. Viele sind ganz einfach in der Küche zu ziehen; so haben Sie immer frischen Vorrat direkt zuhause auf der Fensterbank.

Frische Kräuter bringen beim Kochen noch einmal mehr Aroma als die getrockneten, die es im Supermarkt zu kaufen gibt. Natürlich können Sie Ihre Kräuter auch selbst trocken, wenn Sie nicht darauf verzichten möchten. Binden Sie sie dazu zu Büscheln und lassen sie entweder im Backofen bei niedrigen Temperaturen oder im Sommer draußen in der Sonne trocknen.

Die beliebtesten Küchenkräuter schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind lecker – und auf der Fensterbank oder dem Balkon äußerst dekorativ.

  • Basilikum ist eines der bekanntesten und am meisten verwendeten Küchenkräuter. Es ist etwas empfindlicher als andere Kräuter und braucht intensivere Pflege, um langlebig zu sein. Basilikum gedeiht am besten mit viel Sonne und Wärme. Das Kraut schmeckt gut im bekannten Tomaten-Mozzarella-Salat oder gemörsert mit viel Olivenöl, Parmesan und Pinienkernen als Pesto; aber probieren Sie Basilikum auch einmal zu Schokolade. Ein völlig neues, überraschendes Geschmackerlebnis.
  • Oregano ist wie Basilikum ebenfalls aus der italienischen Küche bekannt. Es würzt die typischen italienischen Pasta-Gerichte, Fleisch und Pizza. Oregano braucht ebenfalls viel Licht zum Wachsen, belohnt einen aber über mehrere Jahre hinweg mit seinen herb-aromatischen Trieben.
  • Rosmarin stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum, wächst aber auch in Deutschland sehr gut. Sein Aroma ist sehr intensiv, setzen Sie ihn daher in der Küche eher sparsam ein. Rosmarin schmeckt sehr gut zu Wildgerichten: Geben Sie ganze Äste zum Fleisch, während Sie es garen, und entfernen Sie diese vor dem Essen. Kartoffeln finden in Rosmarin ebenfalls einen perfekten Begleiter.
  • Schnittlauch ist aus der deutschen Küche kaum wegzudenken. Mit seinem leicht zwiebelartigen Aroma rundet er Sahnesaucen ab und passt hervorragend zu Käse. Schnittlauch ist sehr wuchsfreudig und hält sich auf der Fensterbank über mehrere Jahre.
  • Die Petersilie gehört ebenfalls mit zu den bekanntesten Küchenkräutern. Sie ist ein wahrer Allrounder und schmeckt zu allen herzhaften Gerichten. Es gibt sie in zwei Ausführungen, der glatten und der krausen Petersilie. Die glatte Petersilie ist hierzulande noch etwas unbekannter, aber ein wenig aromatischer. Glatte Petersilie wird gerne in der orientalischen Küche verwendet, zum Beispiel für die Kichererbsenbällchen Falafel oder Tabouleh-Salat.
  • In den letzten Jahren feierte der Bärlauch ein Comeback. Dieses Kraut duftet und schmeckt nach Knoblauch, hat aber nicht den lästigen Mundgeruch als Nebenwirkung. Bärlauch bevorzugt schattige Wuchsplätze und eignet sich zum Selbstanbau eher auf sonnenabseitig gelegenen Balkonen. Bärlauch eignet sich hervorragend als Zutat im Kräuterquark oder in Salaten.