Pastinaken sind heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Möhren und Kartoffeln haben das weiße Knollen-Gemüse in der Beliebtheitsskala überholt – ein Schicksal, was die Pastinake nicht verdient hat, ist sie doch ein vielfältig einsetzbarer Gast in der Küche, schmackhaft und gesund.
Pastinaken erinnern mit ihrer weiß-bräunlichen Knolle an die Petersilienwurzel. Auch der Geschmack erinnert an Petersilienwurzel und Karotte, ist aber etwas milder. Bereits im antiken Griechenland soll der Pastinak bekannt gewesen sein; bis zum Siegeszug der Kartoffel waren Pastinaken auch in Europa ein begehrtes und günstiges Gericht, gehörten bis zum 18. Jahrhundert sogar zu den Grundnahrungsmitteln. Aus Pastinaken gewann man Kaffee-Ersatz – so, wie heute aus dem Chicorée – und kochte schmackhaftes Püree; da Pastinaken mehr Stärke, also mehr Zucker beinhalten als Möhren, kann man sie sogar zu Marmelade einkochen oder Wein aus ihnen herstellen. Alle Verwendungsformen sind heute eher aus der Mode; in den USA gewinnt die Pastinake aber wieder an Bedeutung und im Zuge der Bio-Bewegung und der Rückbesinnung auf alte einheimische Lebensmittel wird das Gemüse auch in Deutschland wieder bekannter.
Im September beginnt die Pastinaken-Ernte. Die Knollen lassen sich gut lagern, zum Beispiel in einer mit Sand gefüllten dunklen Kiste, sodass sie den ganzen Winter über als nahrhafte Zutat genutzt werden können. Besonders gut schmecken sie als herzhafter Eintopf mit Möhren, Kartoffeln und Rindfleisch. Auch die Pastinaken-Blätter kann man zum Würzen von Suppen und Fleisch verwenden.
Wer modernere Zubereitungsarten bevorzugt, kann die Pastinaken in dünne Streifen schneiden und in etwas Öl zu knusprigen Chips frittieren. Anhänger einer leichten, frischen Küche verwenden Pastinaken im Salat.