Sie leuchten in einem intensiven Rot, farbenfroher als Heidelbeeren. Sie sind größer und imposanter als Preiselbeeren. Cranberries sind wirklich besondere Früchtchen. Der englische Name leitet sich von den Wörtern crane für Kranich und berry für Beere ab – die ersten europäischen Siedler in Nordamerika erinnerten die gelben Samenfäden an Kranichschnäbel, so kam die Beere zu ihrem Namen, In Deutschland heißt sie Moosbeere.
Cranberries sind nicht nur wegen ihres Namens vor allem als amerikanische Frucht bekannt. Sie wachsen in Nordamerika, die Hauptanbaugebiete liegen in den nördlichen Staaten der USA und in Kanada. Dort wachsen die Sträucher dicht an dicht auf riesigen Cranberrie-Feldern. Die knallrote Beere gehört in den USA fest zum Thanksgiving, dem Erntedankfest. Dort ist sie ein fruchtiger Begleiter zum knusprigen Truthahn.
Aber auch in Europa und Asien ist die Frucht beheimatet. In Skandinavien ist sie ebenfalls sehr beliebt und wird gerne als Fruchtsoße oder Marmelade genossen.
Die Ernte der roten Beeren ist spektakulär anzusehen: Die dicht bewachsenen Felder werden geflutet. Die Wassermassen trennen die Beeren von den Sträuchern, sodass sie auf der Wasseroberfläche treiben. So bilden sich ausladende, leuchtend rote Seen. Die losen Beeren können dann von den Erntehelfern aufgesammelt werden.
So verlockend die roten Früchtchen aussehen, so sauer ist ihr Geschmack. Frische Cranberries sind wahrlich nicht jedermanns Sache. Die Beere wird daher meistens gekocht oder getrocknet. Als gezuckerte Soße ist sie eine leckere Ergänzung sowohl zu hellem Fleisch – wie eben dem Thanksgiving-Truthahn – wie auch zu herzhaftem Wild.
Durch das Trocknen erhöht sich der prozentuale Zuckeranteil; getrocknete Cranbeeries sind daher eine schmackhafte Leckerei und eine beliebte Zutat für Müsli oder Gebäck. Sie erinnern ein wenig an Rosinen, sind aber fester und haben eine ganz eigene, unverwechselbare Note.