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Gesalzen und geröstet gelten sie als kleine Sünden und leckere Dickmacher: Erdnüsse. Die kleinen runden Samen haben einen hohen Fettgehalt und sind hart und knackig – das sind aber auch schon die einzigen Merkmale, die sie tatsächlich mit einer Nuss verbinden. Botanisch gesehen gehören Erdnüsse nämlich zu den Hülsenfrüchten, genau wie Bohnen, Erbsen oder Linsen. Die Früchte der Erdnusspflanze wachsen unterirdisch, woher auch ihr Name rührt. In den Hülsen finden sich in der Regel zwei Samen, die sowohl roh als auch geröstet genießbar sind. Roh ist das Allergiepotenzial der Erdnuss allerdings recht hoch, geröstet wird sie meist besser vertragen.
Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika, wird heute allerdings auch in Asien und China angebaut. Erdnüsse enthalten sehr viel Fett, dabei im Gegensatz zu echten Nüssen vergleichsweise wenig Omega 3-Fettsäuren. Dafür enthalten die leckeren Samen viel blutdrucksenkende Linolsäure, Kalzium und Eiweiß. Als kleiner Snack für zwischendurch sind die kalorienreichen Leckereien daher durchaus erlaubt.
Erdnüsse sind allerdings viel vielseitiger, als es ihr vorherrschender Verkauf als Knabberei vermuten lässt. Aus der asiatischen Küche und auch als amerikanischen Haushalten ist die Erdnussbutter zum Beispiel kaum noch wegzudenken. Auch in Deutschland ist Erdnussbutter in vielen Varianten im Handel zu bekommen – sie kann allerdings auch aus Erdnüssen, Erdnussöl, etwas Salz und einer Prise Zucker ganz einfach selbst hergestellt werden. Dazu werden die Erdnüsse zunächst geröstet und anschließend in einem Mixer unter langsamer Zugabe des Öls püriert, bis die Butter eine cremige Konsistenz erhält. Erdnussbutter schmeckt nicht nur süß als Brotaufstrich mit Marmelade oder als Zutat für Kuchen und Kekse, sie verfeinert auch pikante Gerichte. Für eine scharfe Marinade wird sie dazu mit Salz, Pfeffer, Ingwer, Sojasauce, Cayennepfeffer und etwas Zitronensaft verrührt. Diese Marinade passt hervorragend zu gegrilltem Hühnchen oder Fisch.