This entry was posted on Donnerstag, August 12th, 2010 at 12:12 and is filed under Informationen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.
Die meisten Menschen haben gerne mindestens einmal am Tag was Warmes auf dem Teller. In vielen Regionen wird sogar zum Frühstück ein warmes Mahl serviert – man denke nur an das klassische Bauernfrühstück mit Bratkartoffeln und Speck, das englische Frühstück mit gebackenen Bohnen und Toast oder die japanische Morgenmahlzeit, die oft aus einer warmen Suppe besteht.
Ganz anders dagegen halten es Rohköstler. Es gibt verschiedene Auslegungen, was zu einer optimalen Rohkost-Ernährung gehört, gemeinsam ist allen diesen Richtungen aber eines: Die Speisen dürfen nicht über 40 bzw. 60 Grad erhitzt werden.
Rohkost muss nun keineswegs nur aus Obst und Gemüse bestehen. Auch tierische Produkte sind erlaubt, wenn diese entweder roh oder kalt geräuchert verspeist werden.
Was dürfen Rohköstler essen?
Strenge Rohköstler verzichten auf alle Lebensmittel, die während des Produktionsvorgangs erhitzt wurden; dazu gehören zum Beispiel Honig, die meisten Marmeladen, sämtliche Milchprodukte einschließlich Käse, Schokolade, auch Kaffee, Kakao und Tee. Brot, Kuchen und Gebäck muss ebenfalls vom Speiseplan gestrichen werden. Auch Säfte und Limonaden werden vor dem Abfüllen erhitzt, damit sind sie bei der strengen Rohkost ebenfalls nicht gestattet.
Andere Richtungen sehen dies nicht ganz so dogmatisch und erlauben Honig und Heißgetränke. Wieder andere gestatten auch den Verzehr von Brot.
Vor- und Nachteile der Rohkost
Welche Vorteile soll der doch recht radikale Verzicht auf gegarte Lebensmittel bringen? Rohköstler sehen ihre Ernährung als naturnäher und unbelasteter von Schadstoffen an. Der Verzicht auf gegarte Nahrung bedingt einen Verzicht auf fast alle industriell hergestellten Nahrungsmittel und Fertiggerichte – und damit auf alle Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Aber nicht nur das: Der Garvorgang selbst beeinflusst Lebensmittel, verändert ihren Vitamingehalt und die Verwertbarkeit für den Körper.
Rohköstler sehen die Vorteile ihrer Ernährungsweise in verminderten Allergien, ernährungsbedingte Beschwerden wie Magen- und Darmprobleme, Gicht oder Arterienverkalkung kämen ebenfalls seltener vor. Zudem lägen rohe Mahlzeiten weniger schwer im Magen als gekochte – nach einem Rohkostmittagessen fühle man sich daher fit und weniger träge.
Bei einer extremen Ernährungslehre, wie sie die Rohkost sicherlich darstellt, muss man jedoch große Sorgfalt walten lassen. Die Gefahr, seinen Speiseplan sehr einseitig zu gestalten, ist da; die Folge sind Mangelerscheinungen, Organ- und Zahnprobleme. Der Schritt zur Rohkost will also wohl überlegt und gut vorbereitet sein.